<!— @page { margin: 2cm } P { margin-bottom: 0.21cm } —>
3.3 Mutation
Nachkommen die sich phänotypisch und genotypisch von allen Vorfahren unterscheiden, weil Erbgut durch Mutation verändert hat.
Genbestand und Info eines Gens kann sich ändern.
-
Neues Allel -> Bei Genmutation ändert sich ein Gen
-
Strukturelle Chomosomenanomalie -> Bei Chromosomenmutation ändert sich der Bau eines Chromosoms
-
nummerische Chromosomenanomalie-> bei Genmutation, Anzahl der Chromosomen (Polysomien) oder Chromosomensätze (Polyploidien) ändern
Genommutationen sind in der Regel Fehler in der Meiose
Von einer generativen Mutation in einer Keimzelle, Zygote sind alle Körperzellen des Nachkommen betroffen
Eine somatische Mutation betrifft nur die mutierten Körperzellen und ihre Tochterzellen, (Vererbung bei ungeschlechtlicher Fortpflanzung)
zb Krebszelle die sich unkontrolliert vermehrt, oft haben solche Mutationen aber keine erkennbaren Folgen, da es viele Gesunde Zellen im Körper gibt.
Spontane Mutationen können geschehen durch
Induzierte Mutationen
Folgen der Mutationen
Genbestand kann sich ändern: Genom-Chromosomenmutation sind meistens letal,
das Fehlen von Genen oder Überzählige Gene stören das Gleichgewicht des Stoffwechsels
Genmutationen führen meist zur Bildung eines Eiweisses mit veränderten Aminosäuren Sequenzen – zb Albinismus
Mutationen sind wichtige Voraussetzungen der Evolution, ermöglicht Anpassung an die Umwelt
Genmutation
Polyploidien
die Körperzellen höherer Lebewesen meistens diploid 2n, Lebewesens mit mehr als doppleten Chromosomensatz nennt man polyploid, triploid (3n) tetraploide (4n)
unter den Kulturpflanzen gibt es viel polyploide Arten zb tetraploide Weinreben etc, diese Pflanzen nehmen sogar zu,evt anpassungsfähiger, widerstandsfähiger. Pflanzen mit ungerader Zahl von homologen Chromosomen (3n,5n) pflanzen sich sexuell fort (Chromosomensatz nicht halbieren) bilden deshalb oft keine Samen -> kernlose Trauben.
Beim Menschen ist ein spontanes Auftreten der Polyploidie meist letal.
Triploide – wenn ein Ei von zwei Spermien befruchtet wird,
Tetraploid – wenn zwei diploide Gameten verschmelzen.
Monosomie und Trisomien
Wird bei der Meiose ein Chromosomenpaar nicht getrennt, entstehen 2 Gameten einer mit doppelter Ausführung, beim anderen fehlt es.
Es entsteht eine Zygote die ein Chromosom dreifach (Trisomie) oder einfach(monosomie) hat => oft letal, trisomie 21 kann man überleben.
<!— @page { margin: 2cm } P { margin-bottom: 0.21cm } —>
Chromosomenmutatiom

Deletionen und Duplikationen verändert sich der Genbestand => meist letal.
3.4 Extrachromosomale Vererbung
Pferdestute x Eselhengst = Maultier dem Pferd ähnlicher
Pferdehengst x Eselstute = Maulesel Esel ähnlicher Fohlen gleicht der Mutter
es sind Artbastarde
Nichtreziprok
eigentlich sollte das Erbgut gleichgewichtig sein, da Eizelle und Spermium zum Zygotenkern verschmelzen => aber Cytoplasma ist von der Mutter und darin hat es auch Mitochondrien mit etwas DNA
man nennt die Vererbung die nicht auf den Chromosomen liegen extrachromosomal, sie gelten nicht nach der mendelschen Regel.
Man kann die extrachromosomale Vererbung auch bei Pflanzen beobachten -> weiss gefleckte Blätter, diese werden nur von der Mutterpflanze vererbt.
4.1 Klassische Tier und Pflanzenzucht
Durch Zucht geeigneter Nutzpflanzen Qualität, Widerstandsfähigkeit, Anbaufläche verkleinert,Ertragsteigerung und Mechanisierung
Methoden:
1. Selektionszüchtung
Ahnen der heutigen Kulturpflanzen waren Wildpflanzen – schon früher haben Bauern gemerkt, dass man mehr Ertrag macht, wenn man die Pflanzen für weiter Zucht selektioniert.
Man wählt aus den Nachkommen Varianten mit best. Eigenschaften aus und züchtet sie weiter.
Man bekommt verschiedene Sorten einer Art.
2. Kombinationszüchtung
Hier kreuzt man verschiedene Sorten um neue Sorten zu bekommen, welche die guten Eigenschaften von zwei Sorten haben. Viele Kreuzungen nötig, weil Genkombi Glücksache ist.
3. Hybridzüchtung
Zwei verschiedene Sorten F1-Hybriden werden gezüchtet, besonders hohe Leistung lassen sich aber nicht weiter züchten
5. Humangenetik
Vererbung beim Menschen, viele Merkmale sind hier polygen, deshalb sind die Regeln schwer durchschaubar.
Zb nicht nur hell und dunkelhäutige Menschen sondern unzählige Abstufungen
5.1 Ziele
-
Zu den Zielen der Humangenetik gehört Erforschung der Struktur und Funktion des menschlichen Erbgutes.
-
Man versucht herauszufinden, welche Abschnitte Gene sind und wofür die ca. 25000 Gene zuständig sind.
-
Humangenetik erforscht erbliche Krankheiten und Missbildungen – zwar oft nicht heilbar, aber mit frühen Therapien kann man Teil der Auswirkungen verhindern. Beim Vorliegen eines hohen Risikos für Erbkrankheit, kann bei Schwangerschaft Zellen und Fruchtwasser untersucht werden.
-
Man kann mit Technik Fehler im Erbgut finden und vielleicht einmal repariert werden
-
Risikofaktoren können ermittelt werden, und so Erbkrankheiten durch Mutationen bei Gametenbildung verhindert werden
-
Mutagene erkennen, welche Umwelteinflüsse Mutationen auslösen und wie sich diese Mutagene verhindern lassen.
-
Gen oder Umwelt, Frage wie weit Merkmale und Fähigkeiten des Menschen durch seine Gene festgelegt sind und welcher Einfluss die Umwelt dabei hat.
5.1.2 Methoden
-
Familienforschung – mit Familienstammbäumen
-
Zwilingsforschung- wie weit sind Merkmale angeboren, eineiige Zwillinge entstehen aus einem befruchteten Ei -Embryo teilt sich in frühen Stadium = gleiche Erbgut
-
Populationsgenetik, Häufigkeit bestimmter Phänotypen und Allele in verschiedenen Populationen
-
Cytogenetische Untersuchung – Untersuchung der Chromosomen in der Metaphase der Mitose
-
Molekularbiologische und biochemische Untersuchungen – analysieren die molekulare Grundlage der Vererbung.
<!— @page { margin: 2cm } P { margin-bottom: 0.21cm } —>
5.2 Angeboren oder erworben?
Um zu schauen wie Stark ein Phän von Genen bestimmt ist vergleicht man Übereinstimmung-Konkordanz bei eineiigen und zweieiigen Zwilling.
Je grösser Unterschied der Konkordanz, umso stärker der Einfluss der Gene.
<!— @page { margin: 2cm } P { margin-bottom: 0.21cm } —>
Vorwiegend genetisch bedingte Merkmale ist die Konkordanz bei eineiigen deutlich (40-70%) höher, bei umweltbedingten Merkmale ist die Konkordanz bei eineiigen nur gering (10-20%) höher als bei zweieiigen.
=> Merkmale die stark von Umwelt beeinflusst werden (Intelligenz), haben bei gemeinsam aufgewachsenen Geschwister eine höhere Konkordanz als bei getrennt aufgewachsenen.
5.3 Vererbung des Geschlechtes beim Menschen
Autosomen und Gonosomen,
Der diploide Chromosomensatz menschlicher Körperzellen besteht aus 44 Autosomen und 2 geschlechtsspezifischen Gonosomen, frau zwei X-Chromosomen, Mann XY.
Ein Gamet hat logischerweise 22 Autosomen und ein Gonosomen. In den Eizellen ist das Gonosomen ein X (22,X) im Spermium kann es X oder Y sein. -> wird das Ei durch X Spermium befruchtet dann ein Mädchen es entsteht eine weibliche XX-Zygote, sonst männliche XY-Zygote Entscheidend für die Entwicklung des Geschlechts im Embryo ist die An- Abwesenheit des Y-Chromosoms, ist es da, bilden sich Hoden sonst Eierstöcke, weitere Entwicklungen werden durch die in Hoden oder Eierstöcke produzierten Hormone gesteuert.
Karyogramm von Mann
<!— @page { margin: 2cm } P { margin-bottom: 0.21cm } —>
Zahlenmässiges Verhältnis von Mädchen und Knaben
Bei der Spermienbildung entstehen durch Meiose X und Y Spermien in gleicher Zahl, bei den Zygoten überwiegen aber die Männlichen mit 140:100.
Die etwas leichteren Y Spermien haben grössere Befruchtungschancen (schnellere Bewegung, kleiner Kopf)
Im Verlauf der Schwangerschaften reduziert sich die Überzahl der männlichen Embryonen auf 106:100, die Embryonen die während Schwangerschaft sterben sind 87% männlich. Grund: rezessives Letalallel auf dem X, bei männchen (weil nur ein X) hemizygot =>damit wirksam
<!— @page { margin: 2cm } P { margin-bottom: 0.21cm } —>
Barkörperchen
in weiblichen Zellen ist nur ein X aktiv, das zweite bleibt auch in der Interphase spiralisiert und inaktiv. Deshalb sind die Genprodukte in weiblichen Zellen nicht höher konzentriert als im männlichen.
Inaktivierung des zweiten X-Chromosoms geschieht 2 Wochen nach Befruchtung in allen gebildeten Zellen. Trifft in jeder Zelle zufällig eines der beiden X.
50% der Allele aktiv: Erbt ein Mädchen von Mutter Allel A (XA) und vom Vater Xa ist in einer Hälfte der Zellen XA, in den anderen Xa aktiv.
5.4 Vererbung monogener Merkmale
monogene und umweltstabile Merkmale (werden nur durch ein Gen bestimmt und sind von Umwelt einflüssen unabhängig) zb Blutgruppe des AB0 und Rhesus-Systems.
Blutgruppe des AB0- Systems
Blut verschiedener Blutgruppen untescheidet sich im Vorhandensein bestimmter Antigene und Antikörper
Antigen: Moleküle, lösen Bildung von Antikörper aus, befinden sich an Zelloberffläche der roten Blutkörperchen
Antikörper: Eiweisse im Blutplasma, die an ein bestimmtes Antigen binden, dieses eliminieren oder markieren
Im AB0 System gibt es 4 Blutgruppen A,AB,B,0 (rote Blutkörperchen im Blut Gruppe A tragen Antigen A)
Bildung des Antigens wird durch Gen bestimmt von dem drei Allele vorkommen:
Allel A bzw B bzw 0 führt zu Antigen A ; B ; 0
A und B sind dominant gegenüber 0, Menschen mit Blutgruppe 0 besitzen sicher zweimal das Allel 0

<!— @page { margin: 2cm } P { margin-bottom: 0.21cm } —>
-
Frau mit Blutgruppe A und Mann mit Blutgruppe B können Kind mit Blutgruppe 0 haben
Genotyp A0 und B0 gibt 00
-
Welche Blutgruppe kann das Kind einer Frau mit AB und eines Mannes mit A haben
Frau AB und Mann A0 also Kind kann Genotyp A0,B0 und AB und AA
-
Eltern haben 4 Kinder mit Blutgruppe A,B, 0 und AB
Eltern müssen Blutgruppe A0 und B0 haben.
Der Rhesusfaktor
Rhesuspositiv Phänotyp Rh+ besitzt das Antigen, Rhesusnegativ rh- fehlt es. Dominante Allel welches Ausbildung Antigen macht wird mit D bezeichnet, rezessiv Allel (fehlen Antigen) =d
D ist dominant weil zb Menschen mit Rh+ können genotypisch DD oder Dd sein
Menschen mit rh- sind reinerbig dd bilden Gamten mit d.
Weiter Monogenemerkmale: Form Ohrläppchen, Haarform, Fingerbehaarung, Haaransatzlinie
Beispiel: Welche Blutgruppe kann ein Kind mit Eltern: 0/Rh+ und 0/rh- haben => 0/Rh+ 0/rh-
mit A/rh- und B/rh- => 0/rh- oder AB/rh- oder A/rh- oder B/rh-
Ehepaar, beides gute Zungenroller, haben Bub der Zunge gar nicht Rollen kann
- was folgt daraus nach mendel?
- wie sieht die Prognose für Zungenrollfähigkeit weiterer Kinder aus?
- Kann der nicht rollende Sohn, rollende Kinder haben?
Der nichtrollende Sohn muss von beiden Eltern das rezessive Allel für Nichtroller geerbt haben. Beide Eltern heterozygot
Weitere Kinder können Roller (75%) und Nichtroller sein
Der nicht rollende Sohn kann nur mit einer Roller Frau rollende Kinder haben.